Veredlungstechniken

So funktioniert das Siebdruckverfahren

 

Der Siebdruck gehört zu den sogenannten Schablonendruckverfahren. Die Schablone wird mit einem Siebdruckrahmen, einer Fotoemulsion und einer UV-Lichtquelle erstellt. Während des Druckprozesses wird mit einer Gummilippe, dem sogenannten Rakel die Druckfarbe durch die offenen Maschen des Siebs gepresst. Das Sieb ist mit einem Gewebe bespannt, welches es in den verschiedensten Variationen gibt. Auf diesem Gewebe wird mit einer Beschichtungsrinne die UV-aktive Diazo-Kopierschicht aufgezogen und anschließend getrocknet.

Im jetzigen Zustand ist die Kopierschicht wasserlöslich und härtet beim Kontakt mit UV-Licht aus. Das gewünschte Motiv wird mit UV-undurchlässiger Tinte im Negativ auf eine durchsichtige Filmfolie gedruckt. Diese Filmfolie wird dann auf der bereits getrockneten Kopierschicht fixiert und verhindert, dass die abgedeckten stellen beim Belichtungsvorgang mit UV-Licht in Kontakt kommen. Nach dem Belichtungsvorgang ist die Kopierschicht an allen Stellen, die mit UV-Licht in Kontakt gekommen sind, wasserunlöslich und kann entwickelt werden.

Der Entwicklungsvorgang beim Siebdruck

Beim Entwicklungsvorgang werden die abgedeckten Stellen mit Wasser ausgespült. Dies ist nur möglich, da die Stellen, an denen kein UV-Licht gekommen sind, nach wie vor wasserlöslich sind. Nach dem Druckvorgang wird der Bedruckstoff fixiert. Im Textildruck durchläuft der Bedruckstoff bei ca. 160 C° für ca. 90 Sekunden einen Durchlauferhitzer. Dieser Wert variiert allerdings nach Bedruckstoff und Farbe. Andere Druckfarben trocknen zum Beispiel durch die Verdunstung des Lösemittelanteils der Druckfarbe.


Digitaldruck - die Technik

 

Beim Digitaldruck braucht man keinen physisch festen Druckkörper (so genanntes Non Impact Printing, NIP), auf den man die zu druckende(n) Farbe(n) aufbringt. Damit erspart man sich die bei anderen Druckverfahren teils aufwändigen Vorbereitungsarbeiten und Einrichtungen. Auch kann so mit relativ wenig Aufwand jeder Bogen anders bedruckt werden. Gerade bei kleinen Stückzahlen (ab 1 Exemplar) oder personalisierten Dokumenten ist das unschlagbar.

Zu den Non Impact Printing-Verfahren zählen auch Tintenstrahldruck (Inkjetdruck), Thermodruck (Thermosublimation und Thermotransfer) oder aber auch der moderne Fotodruck. Wer beispielsweise eine Foto Leinwand bestellt, dessen Foto wird mit speziellen Abläufen als Leinwanddruck auf Fotoleinwände (meist 300-350g/qm) gedruckt. Hierbei sind große Flächen bei guter Auflösung (meist 50 Pixel/qcm) möglich.

Im Detail finden verschiedene Methoden je nach gewünschtem Ergebnis und erforderlicher Auflage Anwendung. Für hohe Auflagen wird meist ein Laserdruckverfahren verwendet, für großformatige Drucke setzt man eher auf Tintenstrahltechnik.
Beim Laserdruckverfahren wird eine Kopie aus elektrischen Ladungen erzeugt, mit Hilfe dessen selektiv Farbe auf das Druckobjekt aufgetragen wird, um das genaue Abbild der Kopie zu erzeugen (Prinzip der Elektrofotografie).
Bei der Tintendrucktechnik (Inkjetdruck) werden farbige tintentropfen gezielt auf das Druckobjekt gesprüht.


Was ist Flexdruck?

 

 

Flexdruck ist eine Drucktechnik, bei der das Motiv aus farbigen Folien ausgeschnitten und dann auf das gewünschte Produkt aufgeschweißt wird. Flex zeichnet sich besonders durch folgende Eigenschaften aus:

Hohe Farbbrillanz

Die Druckfarben leuchten, glänzen leicht und haben einen hohen Kontrast.

Hohe Haltbarkeit

Tests haben gezeigt, dass Form und Farbbrillanz des Drucks sich auch nach 100 Wäschen kaum merklich verändern. Auch ist ein Flexdruck dehn- und belastbar, selbst dünne Linien brechen nicht.

  • Bei Text: durch die strahlenden Farben und die klaren Kanten erscheint der Text gestochen scharf
  • Bei kleinen und filigranen Motiven, z. B. Logos
  • Auf dehnbaren Materialen, 
  • Auf Kinderprodukten: Flex lässt sich einfach und gründlich säubern